Glossar

Laufbahncoaching – Nach Dubois (2006: S. 214) bedeutet Laufbahncoaching, die Gestaltungsbereitschaft und den Gestaltungswillen des Klienten für ein autonomes Selbstmanagement zu aktivieren, zu fördern und zu begleiten, um reflektierend und zukunftsorientiert nach Fragen und Antworten zu suchen, daraus Schlüsse für sich zu ziehen und entsprechend zu handeln.

Spielen – In Kairos® wird das Spielen als eine Problemlösungsaktivität verstanden, die mit einer spielerischen Einstellung angegangen wird (Schell, 2012: S. 74) und die in der Lage ist, Elemente einer Situation so zu verändern, dass Neues und Unbekanntes entsteht, um Lösungen für scheinbar nicht mehr lösbare Probleme zu finden (Suter, 2007: S. 32).

Serious Games – Nach Suter (2007: S. 32) sind „Serious Games“ Simulationen von realweltlichen Prozessen und Ereignissen mit dem Ziel, Spielende in etwas zu trainieren oder zu etwas zu erziehen. Sie sind […] strictly connected to positive emotions, and to a wide variety of pleasant situational responses that make gameplay the direct emotional opposite of depression. […] They are able to recreate a „magic circle“, that enforces individual agency, self-confidence and self-esteem, by sustaining a process of acknowledgement of personal ability to perform well, solve problems, and manage with difficulties.“ (Brooks / Brahnam / Jain, 2014: S. 225). Eiselen, Manahl und Kriz (2014: S. 38ff) zufolge zählen Serious Games zur Sparte der Planspiele, die die Realität in einem Modell abbilden, Spass machen dürfen und zum Ziel haben, Wissen und Handlungskompetenz zu erwerben.

Textauszug Föhn, H. (2015). Kairos – das Laufbahnspiel. Spielbasiertes Selbstcoaching zur beruflichen Neuorientierung. Pfäffikon: Rotmont

Verwendete Literatur:
Brooks, A. / Brahnam , S. / Jain L. (2014). Technologies of Inclusive Well-Being: Serious Games, Alternative Realities, and Play Therapy. Berlin und Heidelberg: Springer
Dubois, M. (2006). Coaching bei Laufbahnfragen. In: Lippmann, E. (Hrsg.), Coaching – Angewandte Psychologie für die Berufspraxis. (S. 214-221). Heidelberg: Springer
Eiselen, T. / Manahl, W. / Kriz, W. (2014). Umgang mit Komplexität spielerisch lernen. In: wirtschaft + weiterbildung, H. 5 (S. 38-43). Freiburg: Haufe-Lexware
Schell, J. (2012). Die Kunst des Game Designs. Bessere Games konzipieren und entwickeln. Heidelberg, München, Landsberg, Frechen, Hamburg: mitp
Suter, B. (2007). Die Kultur des Spielens. In: Brezinka, V. / Götz, U. / Suter, B. (Hrsg.), Serious Game Design für die Psychotherapie (S. 25-34). Zürich: update Verlag